Mittwoch, 13. Oktober 2010

Whisper who dares

Am Wochenende fallen nicht nur Blätter, sondern auch der Vorhang, aber erst nachdem ein veritabler Wort-Wirbelsturm über die Bühne des BLUE SHELL gefegt ist! Denn »Vorhang auf!« heißt es am Sonntag erst einmal beim Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH, wo dem goldenen Herbst noch einmal reichlich silbriges Reden entgegengesetzt wird.

Unter anderem angekündigt haben sich

  • David Meiländer, der zuletzt im Juli zu Gast war und mit seiner feinen - um nicht zu sagen spitzen - Beobachtung zum Thema Fußball und Integration, die zurückliegende WM noch einmal zurück ins Kwartier Latäng geholt hatte.
  • Deniz Plattner, der im Februar den Saal zum Kochen gebracht hatte mit seiner »Neulich bei Starbucks«-Anekdote und mit seinen »Chat Roulette«-Transkripten einen bleiben Eindruck hinterlassen, so oder so.
  • Josefine Berkholz, die sich in Berlin mit ihren Texten bereits höchst erfolgreich einen Startplatz beim U20-National 2010 im Ruhrgebiet erkämpft hat.
  • Michael Heide, der Resident Poet, der das Publikum zuletzt im April mit einem digitalen Rap auf Nullen und Einsen begeisterte.

Bei so stürmischem Line-up sollten Sie am Sonntag die Segel setzen und pünktlich um 20°° Uhr zum Einlaß ins BLUE SHELL einlaufen!

Vorgucker auf den Abend gefällig? Voilà:



Dienstag, 21. September 2010

Say, you played this Game before?

Böse Zungen und Verschörungstheoretiker behaupten ja steif und fest, daß es die Stadt Bielefeld im tiefsten Ost-Westfalen gar nicht gibt. Beim zurückliegenden NRW Slam 2010 überzeugten sich einige der besten Bühnendichter des Landes, darunter THE WORD IS NOT ENOUGH - ABC-Schütze Fabian Köster, vom Gegenteil und stellten fest, daß diese Stadt höchst lebendig ist.

Das war sie jedenfalls bis Samstagabend, bis Bielefeld von Wortgefechten in Schutt und Asche gelegt wurde und alle sich glücklich und erschöpft wieder von der Front des gesprochenen Wortes zurückzogen. Fabian Köster immerhin als vierbester Poetry Slammer Nordrhein-Westfalens. Der Gentleman-Literaturagent, in der Vorrunde bereits als einer von vieren auf dem unglückseligen [aber dennoch seligen] 13. Platz ausgeschieden, war da schon deutlich angeschlagener. Die Schleife hing auf Halbmast, die Frisur leicht durcheinander geraten, doch der Charme weitestgehend ungebrochen.

Anstelle des geschüttelten Martinis überreichte er in der Vorrunde den Teilnehmern der September-Ausgabe von THE WORD IS NOT ENOUGH je ein Fläschchen »Bielefelder Luft«, einen rustikalen Cocktail aus Weizenkorn und Pfefferminz.

Jana Zoricic, Osiris Pausch und Maximilian Liesner nahmen ihn dankbar entgegen, gewissermaßen als Wermutstropfen für ihr frühzeitiges Ausscheiden.

Sandra Schmied, die in der Vorrunde mit einem Résumé eröffnet hatte, in dem sie sämtlichen Teilnehmern noch einmal eine Referenz erwies, reimte sich im Halbfinale einiges zusammen über eine Freundin, von der zu sagen war: »Früher hatte sie Niveau, heute hat sie 'nen Embryo«.

Samantha Schmalenbach nutzte die Gelegenheit ebenfalls für die Abrechnung mit einem lyrischen »Du«, doch beide konnten damit nicht die letzte Hürde zum Finale nehmen.

Kurz vor dem Siegertreppchen stand schließlich Selma Montana, die als »Frau am Steuer« von allerhand Verwicklungen im Verkehr berichtete, der sich nicht zwingend auf offener Straße abgespielt haben muß, sondern vielleicht eher bei geschlossenen Jalousien.

Im stillen Kämmerlein war auch David Grashoffs finaler Beitrag angesiedelt und schilderte herzzerreißend und zwerchfellerschütternd einen Suizidversuch mittels Piemont-Kirschen und Gummibärchen, sowie vermeintlich letzte Gedanken an eine Ex.

Ein Ende mit Schrecken sollte es indes nicht werden, das Publikum kürte »The Hoff« zum Sieger und die Ausrüstung der Abteilung Q ließ auch nicht lange auf sich warten. Passend zum Semesteranfang und für eventuelle Undercover-Missionen am Kaffeeautomaten gab es ein Set von Pappbechern mit aufgedruckten Nasen und Oberlippen, insgesamt 20 Identitäten zum Wechseln. Und für die Trockenübung daheim gleich noch eine Flasche Champagner auf den Weg.

Festgehalten wurde der Abend gleich von mehreren Kamerateams, zum Teil sogar in Bewegtbildern, doch davon später mehr...

Einstweilen noch die Dokumentation von unserem embedded photographer Christian Rüß:


Jana Zoricic

Osiris Pausch

Maximilian Liesner

Sandra Schmied

Samantha Schmalenbach

Selma Montana

David Grashoff


The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Sonntag, 19. September 2010

You seem to be unbeatable...

Herzlichen Glückwunsch an Fabian Köster, unser Mann beim NRW Slam 2010, der [punktgleich und somit gemeinsam mit Anke Fuchs] viertbester Slammer Nordrhein-Westfalens geworden ist!

Donnerstag, 16. September 2010

Slam and counting

Ein sprachgewaltiges Wochenende steht bevor: In Bielefeld steigt der 3. NRW Slam, gewissermaßen also die Landesjugendspiele des Gesprochenen Wortes, bei dem 40 nordrhein-westfälische Bühnenpoeten um den Meistertitel ringen.

Ein deutlich kleineres, aber nicht weniger feines Starterfeld bietet am Sonntag THE WORD IS NOT ENOUGH, der Poetry Slam im BLUE SHELL!

Ins Rennen gehen diesmal u.a.

  • Robert Targan, der Titelverteidiger, der im Vormonat unter anderem mit existentialistischen Rollenspielen das Publikum ekstatisierte
  • David Grashoff, Gastgeber des unglaublich liebevollen Wuppertaler WORTEX-Poetry-Slams, der zuletzt mit seiner Reminiszenz an eine Sommerliebe in Südfrankreich bleibenden Eindruck hinterlies
  • Nico Walser, der Pantoffel-Punk, dessen »Post-it-Notizen an mich selbst« im Juni noch deutlich haften geblieben sind
  • Osiris Pausch, Rock'n'Roll-Musiker, Pop Art Maler und Schreibender, der am Sonntag auch sein erstes auto-musikographisches Buch »Als die blaue NIRVANA kam« am Start hat


Folgen Sie also dem spannenden Verlauf des Sonntagabends, oder folgen Sie uns nach Bielefeld zum »NRW-Slam 2010«, bei dem THE WORD IS NOT ENOUGH übrigens seinen besten Mann in diese atemberaubende Mission schickt! Sein Name ist Köster. Fabian Köster.

Sollten Sie hingegen das Wochenende komplett in Köln verbringen, soei Ihnen für Sonntagnachmittag noch eine außerhäusliche Veranstaltung ans Herz gelegt:


POETEN GEGEN ANALPHABETISMUS - Eine Aktion für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich »Informationen über Analphabetismus und Hilfestellungen für Betroffene« - macht Station im Kölner Stadtgarten. An der »Sprechecke« performen Poeten umsonst und draußen für einen guten Zweck

POETEN GEGEN ANALPHABETISMUS

Sonntag, der 19. September 2010

Beginn 14:00 Uhr

Sprechecke im Stadtgarten [hinter dem Biergarten] | Venloer Straße / Spichernstraße | 50672 Köln


Vorgucker auf den Slam gefällig? Voilà:



Dienstag, 17. August 2010

Over & out

Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst!

Der Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH ist in der Regel ja schon spannend genug. Filmreif spannend wurde es jedoch diesen Sonntag, als sich im BLUE SHELL der imaginäre Vorhang öffnete und einer der Teilnehmer - ganz Literaturagenten-Jet-Set - noch im Zug saß. Per SMS trafen Meldungen ein von 110 Minuten Verspätung, Unfall mit Personenschaden und schließlich - kurz vor Ende der Vorrunde - das erleichternde »Ich sitze an der Bar«! Ein Auftritt, wie ihn Sean Connery nicht cooler hinbekommen hätte...

Zuvor kämpften sich Jörn Kölling, Christian Gottschalk und Christofer mit f durch die erste Hälfte, bevor in letzter Sekunde JeromeArn die Bühne betrat. Zwar mußte dieser, wie auch seine drei Mitstreiter, sich noch vor der Pause geschlagen geben, doch nutzte er die Gelegenheit, das Publikum ausführlich zu informieren über das Projekt Poeten gegen Analphabetismus, das bereits im September am Nachmittag vor dem nächsten Slam in Köln Station machen wird.

In der Pause deckten alle sich mit Infoflyern ein, hatten dann aber wieder rechtzeitig die Stimmkarten zur Hand. Einer ersten Prüfung unterzogen wurde Peter Heimlich Müller, der mit einem Text aus der Abteilung »Aufgeschnappt und weiterentwickelt« startete und unter anderem Trekking von »Dreck hing...« ableitete. Die große Tour durch den Abend endete für ihn leider im Halbfinale, ebenso wie für Denis Seyfarth, der mit seinem »Was wäre Dir lieber«-Szenario das Publikum vielleicht doch vor eine zu schwierige, weil unappetitliche, Wahl stellte.

So zog also erneut Patrick Salmen ins Finale ein, der seine Raucherclub-Tirade geschickt ins Nachdenkliche kippen ließ, dabei allerdings etwas die Zeit aus den Augen verlor. Mit mehr als einminütiger Zeitüberschreitung mußte er sich dem Punktabzug beugen und ein ohnehin knappes Finale entscheid damit deutlich Robert Targan für sich.

Hatte er im Halbfinale noch das Rollenspiel eines arg bemühten Existentialisten skizziert, begannen sein letzter Text mit den Worten »Er ist tot!«. Es folgte ein ereignisreicher Freitagabend [literarisch], später ein ereignisreicher Sonntagabend [existentialistisch] und dazwischen die Siegerehrung.

In der Hoffnung auf besseres Wetter und zahlreiche Außeneinsätze hatte die Abteilung Q diesmal ein T-Shirt mit aufgedrucktem Smoking bereitgestellt. Ein Outfit, mit dem der frischgekrönte Literaturagent auch stilsicher seine neueste Mission antreten kann: Ab September die Moderation des Satz nach vorn, westlichster und beinahe dienstältester Poetry Slam Deutschlands!

Beweise? Voilà: Wie immer aufgenommen von Christian Rüß.

Jörn Kölling

Christian Gottschalk

Christofer mit f

JeromeArn

Peter Heimlich Müller

Denis Seyfarth

Patrick Salmen

Robert Targan


The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Mittwoch, 11. August 2010

We have all the Slam in the World

Lassen Sie sich am Sonntag eines Besseren belehren, wenn Sie glauben, der Sommer in diesem Jahr habe nur Schauer zu bieten: Hörer und vor allem Leser warten im BLUE SHELL auf Sie, um im Rahmen des Poetry Slams THE WORD IS NOT ENOUGH auf Sie niederzuprasseln!

Von Berieselung kann indes keine Rede sein, wenn der Abend erneut hochkarätig besetzt ist, u.a. mit

  • Patrick Salmen, Titelverteidiger aus dem Vormonat, der mit scharfzüngigen Humoresken über das Rauchen und das Barttragen begeisterte
  • Christian Gottschalk, der flotte Glossenschreiber mit »20 Jahren Kompetenz in Blech«, der seit neuestem in »Lesung mit Tonbeispielen« macht
  • Denis Seyfarth, Gastgeber des befreundeten Pretty Poetry Slam in Düsseldorf, dessen Texte mitunter so dreckig sind, daß es sich gewaschen hat
  • Robert Targan, der zuletzt im Februar mit dem bewegenden »Oh Mandy« dem tumben Neuzeit-Gör ein Denkmal setzte

Eventuelle Gewitterwolken vertreibt man im klimatisierten BLUE SHELL spätestens bei der anschließenden Happy Hour mit allen Getränken - außer Bier - zum halben Preis...

Vorgucker gefällig?

Voilà:

Dienstag, 20. Juli 2010

This is my second Life

Der Kölner Szene-Club BLUE SHELL war am vergangenen Sonntag einmal mehr der Hotspot dieser Stadt! Dank Klimaanlage wurden die sommerlichen Temperaturen erträglich runtergekühlt. Dank eines großartigen Starterfeldes beim Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH gab es im BLUE SHELL eine drahtlose Direktverbindung zu megaherzallerliebster Prosa und Poesie.

Den Auftakt machten Lars Röcher, Bastian Geiken und Marlon Maurer, die sich jedoch leider an der Firewall zum Halbfinale verabschieden mußten. Dank Punktegleichstand gelang diesmal fünf statt vier Autoren der Sprung in die nächste Runde.

Mags Treanor performte eine Simultanübersetzung ihres eigenen - ursprünglich englischen - Textes, einer scharfzüngigen Abrechnung mit dummen Tussen, oder wie die Irin sagt: »You Bitches!«

David Meiländer holte die zurückliegende WM noch einmal zurück ins Kwartier Latäng, mit seiner feinen, um nicht zu sagen spitzen Beobachtung zum Thema Fußball und Integration.

Martin Vincent schließlich schilderte eine Sternstunde auf einer Geburtsstation und die Qual der Wahl.

Letztere fiel auch dem Publikum nicht leicht. Die geübten Augen des Gentleman-Literatur-Agenten und seiner bezaubernden Assistentin Julia konnten jedoch punktemäßig zwei Kandidaten fürs Finale ausmachen, die sich noch einmal heiße Wortgefechte lieferten.

Stefan Rosenland philosophierte über Dinge, die nerven, konkret: Über den Buffer-Underrun im gemeinen Klorollenhalter, kam dabei von Hölzchen auf Stöckchen und verlor, wenn nicht den Halt, so zumindest das Publikum, die ihren Sieger kurz darauf kürten:

Patrick Salmen, der in zwei Runden mit scharfzüngigen Humoresken über das Rauchen und das Barttragen begeisterte und im Finale schließlich eine 180-Grad-Drehung machte mit seinem Bekenntnis zu Nachdenklichem und Ernsten.

360-Grad wurde dieser heiße Abend beobachtet von Christian Rüß, der auch das obligarorische Sieges-Gadget aus der Abteilung Q dokumentierte: Ein frisches Shirt für Patrick Salmen mit integriertem - weil aufgedrucktem - Revolver für in den Hosenbund.

Lars Röcher

Bastian Geiken

Marlon Maurer

Mags Treanor

David Meiländer

Martin Vincent

Stefan Rosenland

Patrick Salmen


The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!