Dienstag, 22. April 2008

Considerably!

Der Abend fing dramatisch an: Mit strahlendem Sonnenschein! Doch eine imposante Anzahl Zuhörer fand dennoch den Weg ins schummerige BLUE SHELL zum zweiten Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH. Heiß umkämpft waren wieder die wenigen Sitzplätze und dann der Weg ins Halbfinale.

Patrick Roßkothen mußte als Titelverteidiger den Abend eröffnen, was ihm jedoch bereits im März souverän gelungen ist. Und erneut legte er die Marke hoch für die sieben anderen Slammer, die sich allerdings mit schweren Geschützen zu verteidigen wußten. Temporeich - und stets knapp unter der 5-Minuten-Grenze - wurden Lyrik und Prosa vorgetragen, wurde das Publikum geschüttelt und gerührt.

Im Halbfinale dann die Sensationen: Patrick Roßkothen mußte sich leider verabschieden, ins Finale - einem außergewöhnlichen Ü-40-Slam - schafften es Paul Haase und Lothar Tolksdorf, doch den stillen Höhepunkt des Abends setzte Armin Bings: Seiner generationenübergreifenden Geschichte zweier Philatelisten lauschte das Publikum derart gebannt, daß man nicht bloß eine Stecknadel, daß man gleichsam ein Haar hätte fallen hören können! Ein magischer Moment mit einem slam-untypischen Text, der nicht bis ins Finale reichte, aber vielleicht eben deshalb so besonders war.

Am Ende war es ein Kampf Mann gegen Mann: Lothar Tolksdorf - dessen Wohnungssuche weniger von sperrigen Kisten, als eher von sperrigen Vermietern begleitet war - vs. Paul Haase - mit vollmundigen Balladen über Kleenex-Lieferanten und über Streckenwärter, die allein am Klang ihres Hammerschlags erkennen, ob sie Schiene oder Schienbein getroffen haben. Derart rohe Gewalt entschied dann auch den Abend und Paul Haase als strahlender Sieger konnte das BLUE SHELL mit einem schnittigen Sportwagen verlassen, einem Lotus Esprit mit Vierzylindermotor und 160 PS, ausgestattet mit Boden-Luft-Raketen und Unterwasser-Antrieb - leider nur im Maßstab 1:36.

Die Frage nach der Titelverteidigung hat er am Abend noch offen gelassen, doch gut unterrichtete Kreise sind sicher: Paul Haase will return...

Dienstag, 15. April 2008

Only the second Poetry Slam can be more exciting than the first!

Am Sonntag, den 20. April geht THE WORD IS NOT ENOUGH in die zweite Runde...

... und auch diesmal mit einer fulminanten Besetzung! Neben Titelverteidiger Patrick Roßkothen aus Moers haben sich unter anderem angekündigt: Die Lyrockerin Heidi Haytabay, Bastian Reichardt [der diesen Monat bereits den Kölner »Dichterkrieg« im »Sonic Ballroom« für sich entscheiden konnte], sowie die Köln-Bonner Dichterfürsten Paul Haase und Lothar Tolksdorf.

Und wieder einmal heißt es: Kurze, knackige Texte, charmante Performance und lebendiger Vortrag - Denn das Wort ist nicht genug! Das Publikum ermittelt unter den Guten den Besten des Abends.

Montag, 17. März 2008

Premiere im »Casino BLUE SHELL«

Was für eine Premiere!

Von Geheimhaltung konnte keine Rede sein bei der Operation THE WORD IS NOT ENOUGH! Das BLUE SHELL war beinahe ausverkauft und die Statistik ist überwältigend: In der ersten Testabstimmung war nicht ein Handzeichen zu sehen auf die Frage »Wer von Euch war denn auf der lit.COLOGNE?«... Auf die Frage, wer zum ersten Mal auf einem Poetry Slam sei, ging gleich die Hälfte aller Stimmkarten hoch!

Das Gesprochene Wort lebt also und hat im BLUE SHELL ein literaturbegeistertes, interessiertes Publikum gefunden.

Der Start dieses Poetry Slams war aber auch fulminant! Aus dem ganzen Land waren Slammer angereist, nun ja: Aus dem ganzen Bundesland. Treffsichere ABC-Schützen aus Aachen, aus Mönchengladbach, Moers, Dortmund und Neu-Ehrenfeld lieferten sich spannende Duelle, teils mit aus der Hüfte geschossenen Texten, teils mit schweren Geschützen.

Ins Halbfinale schafften es immerhin Necip Tokoglu, Jonas Jahn, Christian Gottschalk und Patrick Roßkothen. Necip, der die Vorrunde mit 100 Punkten hinter sich gelassen hatte, übertraf sich selbst mit 108 Punkten und dann wurde es spannend wie in einem Agentenfilm: Patrick überzog die Vortragszeit von 5 Minuten [plus Verlängerung] und mußte 25% Abzug hinnehmen, fiel von 104 auf 78 Punkte, kam aber trotzdem mit ins Finale. Dort lieferten sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen am Ende knappe vier Punkte auseinander.

Patrick durfte schließlich die Premieren-Trophäe mit nach Hause nehmen, die DVD »The World is not enough« - auch wenn er keinen DVD-Spieler besitzt, ein würdiger erster Preis für einen würdigen ersten Wortagenten.

Die Premiere wurde übrigens überwacht von suelz-koeln.de, wo sich ein weiterer Nachbericht findet und eine sehr schöne Fotostrecke gibt es hier.

Mittwoch, 13. Februar 2008

THE WORD IS NOT ENOUGH

Der Poetry Slam im Blue Shell

Alexander Bach, der Gentleman- Literatur-Agent des Poetry Slam, präsentiert wagemutige Wortartisten. Seine Mission: THE WORD IS NOT ENOUGH! Es geht um kurze, knackige Texte, charmante Performance und lebendigen Vortrag. 5 Minuten für Literaturclips und Spoken Word wie es im Buche steht. Das Publikum ermittelt unter den Guten den Besten des Abends.

An jedem dritten Sonntag im Monat bittet Alexander Bach Autoren auf die Bühne, die mit ihren Texten die Gunst des Publikums gewinnen werden. Damit steht THE WORD IS NOT ENOUGH ganz in der Tradition des Poetry Slam »Die Sprechmuschel«, den der Autor und Komiker Michael Schönen im Herbst 2005 im BLUE SHELL etabliert hat. Bach hat das Programm jedoch ein wenig schnittiger gestaltet: Jeweils 8 Autoren sind es, die den Abend bestreiten, darunter Schriftsteller, Kabarettisten und preisgekrönte Slammer.

Poetry Slam, dieses Format steht für ausgezeichnete Literatur.

Ausgezeichnet nicht durch Literaturpäpste und Kritikaster, sondern durch das Publikum, das unter den Guten den Besten ermittelt. Poetry Slam ist das Freundschaftsspiel der Schreibenden Zunft. Doch das Wort ist nicht genug: Es geht vielmehr darum, kurzen, knackigen Texten durch den Vortrag Leben einzuhauchen.

Oft sind es humorvolle Glossen und Kürzestgeschichten, nicht selten ausgeklügelte Gedichte oder nachdenkliche Blog-Einträge. Eines ist es immer: Ein kurzweiliger Abend voller Überraschungen! Weitgereiste Slam-Profis performen ihre größten Hits oder probieren neue Nummern aus, spannende Neuentdeckungen fügen der Stilvielfalt eine weitere Note hinzu.

Doch ganz gleich ob Vorlesen oder Freestyle, ein paar Regeln gilt es im BLUE SHELL zu beachten: Man kann über alles reden, nur nicht über 5 Minuten! Slam ist eine Spoken Word - Veranstaltung, d. h. auf Gesang, Musik und Requisiten wird verzichtet, ebenso wie auf Interaktion mit dem Publikum. Die Zuhörer bewerten jeden Vortrag mittels Stimmkarten und entscheiden über Einzug ins Halbfinale und Finale - und natürlich über den besten Vortrag des Abends.

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THE WORD IS NOT ENOUGH - Der Poetry Slam im Blue Shell

Jeden dritten Sonntag im Monat

Einlaß 20:00 Uhr | Beginn 20:30 Uhr

BLUE SHELL | Luxemburger Strasse 32 | 50674 Köln

www.blue-shell.de | www.poetryslam-koeln.de

ANMELDUNG / INFO FÜR SLAMMER

Slammerinnen und Slammer können sich per E-Mail an postfach(at)poetryslam-koeln.de anmelden - bitte mit Namen, Ort und Telefonnummer [wichtig für Rücksprache!]. Es erfolgt keine Vorauswahl und auch Rookies mit wenig bis gar keiner Poetry-Slam-Erfahrung sind gern gesehen. Da die Startplätze bei THE WORD IS NOT ENOUGH begrenzt sind, gibt es allerdings eine Warteliste und folgende Regelung: Um neuen Slammerinnen und Slammern eine Chance zu geben, ist eine Teilnahme an zwei aufeinanderfolgenden Terminen nicht möglich. Eine Ausnahme bildet der respektive die Beste des Abends, die als Titelverteidiger beim nächsten Slam antreten dürfen [aber natürlich nicht müssen]. Einlass ist im BLUE SHELL um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr - wer als Slammerin oder Slammer mit von der Partie ist, sollte bitte pünktlich um 19:30 Uhr vor Ort sein, um kurz den Ablauf abzusprechen. Die Spielregeln finden sich hier.

SPIELREGELN

Der Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH wird in drei Runden ausgetragen: Wahlweise einer doppelten Vorrunde oder einer Vorrunde mit bis zu sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern, einem Halbfinale mit vier und in jedem Fall einem Finale mit zwei Slammerinnen respektive Slammern. In jeder Runde sind [vom ersten Wort an] bis zu fünf Minuten Zeit für den Vortrag. Nach fünf Minuten ertönt dezent die Triangel, um die Slammerinnen und Slammer zu erinnern, jetzt allmählich zum Ende zu kommen. Nach Ablauf der sechsten Minute gibt es ohne weitere Warnung einen Punktabzug von 25%, nach der siebten Minute 50% usw. Die Punkte werden vom Publikum durch Stimmkarten vergeben. Und da es sich um eine Spoken Word - Veranstaltung handelt wird auf Gesang, Musik und Requisiten verzichtet.