Donnerstag, 16. Juli 2009

His bad Side is a dangerous Place to be

Spannend ist er ja immer, der Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH... Doch diesen Sonntag wird es ganz besonders spannend, denn mitten in der Umbaupause öffnet das BLUE SHELL seine Pforten und die große Frage des Abends wird natürlich sein: »Ist von der neuen Klimaanlage bereits etwas zu spüren!?«

Keine Frage indessen ist das Line-up, das einmal mehr ein heißes Wortgefecht verspricht. Zum vorgezogenen Highlight des Abends hat sich inzwischen die Vorrunde gemausert, in der immer wieder eine große Bandbreite an Gesprochenem Wort zu hören ist. Auch im Juli sind wieder alte Hasen und vielversprechende Neuzugänge am Start, im Ganzen acht Stück. Angekündigt haben sich unter anderem:

  • Berat Yilmaz aus Kassel, der die Poesie in den Slam zurückbringt mit einem Duett für eine Person und Bekenntnissen wie diesen: »Ich stand vor meinem eigenen Grab. Ich wusste nicht, was ich sagen soll...«
  • Ingo Nordmann, Neuzugang auf der Bühne des BLUE SHELL, der noch offenläßt, ob er Lyrik oder Prosa durch den Club wehen läßt
  • Michael Heide, Resident Poet bei THE WORD IS NOT ENOUGH, der zurzeit allerdings in Berlin residiert. Bei seinem letzten Rheinlandbesuch im Mai hat die knapp zehnstündige Bahnfahrt [und die damit einhergehende Übermüdung] einen höchst eindrucksvollen Binär-Rap mitsichgebracht. Word!
  • Schunke III. aus Kusel und somit einer von 5000 Einwohnern der kleinsten Kreisstadt Deutschlands. Doch sicher der Einzige von diesen 5000, der angibt seine Einflüsse seien »Das Leben, die Liebe, die Bundesagentur für Arbeit, die Menschen und meine Kranken Ideeen...«
Weitgereiste Gäste also, die ein wenig Flair aus der großen, weiten Welt ins BLUE SHELL tragen. Tragen Sie sich also nicht zu lange mit der Entscheidung, sondern buchen kurzentschlossen drei Stunden Urlaub im eigenen Land. Eine Eintrittskarte, die sich auch als Ansichtskarte verwenden läßt, gibt es ab 20:00 Uhr an der Abendkasse.

Mittwoch, 24. Juni 2009

I had a few optional Extras installed

Unter tosendem Applaus wurde am vergangenen Sonntag der Sommeranfang im BLUE SHELL gefeiert, angesichts der Tatsache, daß spätestens für den Herbst eine Klimaanlage versprochen wurde. Denn wie immer ging es heiß her beim Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH, zu dem sich auch im Juni acht höchst vielfältige Performance Poeten eingefunden hatten.

Ein gemeinsames Thema durchwehte indes die Vorrunde, ein Nachwehen des Frühlings gewissermaßen, denn von Lieblichem und Allzulieblichen war in beinahe jedem Text die Rede. Durch die Vorrunde zogen Sevi, Frank Ahland, Bastian Reichardt und Matthias van Bebber ein blaues Band, an das gebunden sie allerdings die Hürde zum Halbfinale nicht überspringen konnten.

»Leinen los!« hieß es dann allerdings nach der Pause, als überbordende Fantasien über die Bühne fegten. Fabian Köster trug die Ballade vom tierischen Rückhalt vor, in der ein Stall dem Bauern erst zum Hinterhalt gerät und später dann zum Schauplatz göttlicher Intervention und Wiederauferstehung. Ein ebenso glorioses Comeback hatte Dirk aus Köln, der augenzwinkernde Hip-Hop Titan, der für die zweite Runde gleich sein neues Album im Gepäck hatte - Ein Briefmarkenalbum. Der zugehöriger Rap war dementsprechend denn auch... lecker!

Locker und ungeschlagen ins Finale las sich Marc Breuer, der nicht nur »Das geheime Wissen der Ommas« entschlüsselt hat, sondern auch aus eigener Erfahrung weiß, daß Bürgersteige in Köln-Ehrenfeld nicht hochgeklappt werden, sondern vielmehr Schauplatz turbulenter Ereignisse sind. Das turbulente Finale entschied dann jedoch Daniel Keiser für sich, mit verhältnismäßig leisen Tönen. Hatte er sich im Halbfinale noch mit den Worten »Wir gehen Pause... Tschüß, Opfer!« unter großem Gelächter verabschiedet, kehrte er mit seiner weltumspannenden Kegelfreundschaft triumphal zurück.

Und dieses ist die beste unter den guten Nachrichten: Auch THE WORD IS NOT ENOUGH kehrt zurück, ohne Sommerpause im Juli und August!

Mehr dazu demnächst auf dieser Welle...

Christian Rüß hatte erneut ein wachsames Auge [und Objektiv] auf den Abend gerichtet, für allejene, die sich nicht selbst ein Bild machen konnten!

Sevi

Frank Ahland auf dem Weg zur Bühne

Bastian Reichardts Hand

Bastian Reichardt

Matthias van Bebber

Dirk aus Köln

Fabian Köster

Marc Breuer

Daniel Keiser

The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Dienstag, 16. Juni 2009

Slamming on the edge. It's the only way he slams.

Denken Sie daran, die Inneren Uhren umzustellen, denn diesen Sonntag ist Slammeranfang!

Nach dem Jahresfinale im Mai geht es im BLUE SHELL nun wieder von vorne los: In gewohnter Manier präsentiert Alexander Bach, der Gentleman-Literatur-Agent des Poetry Slam, weitgereiste Slam-Profis und spannende Neuentdeckungen, die mit kurzen, knackigen Texte um die Gunst des Publikums ringen.

Acht Autoren stehen auch im Juni wieder auf den Brettern, die kein Geld bedeuten, und versuchen den Zweiten Platz bei diesem Dichterwettstreit zu vermeiden. Angekündigt haben sich unter anderem:

  • Dirk aus Köln, der Texter und Songwriter, nach eigenen Angaben »schwerstbegabt« und als Kasparow des Gesprochenen Wortes ein echter Checker, der weiß, wie man eine Dame bewegt
  • Fabian Köster, der im Vormonat außer Konkurrenz den Abend eröffnete und als Sieger der Herzen aus dem Jahresfinale hervorging
  • Marc Breuer, der Comedian und Storyteller, der in seinen Erzählungen von den aufregenden 80er Jahren im Landkreis Heinsberg eine faszinierende Welt schildert, in der helle Freude und dunkles Grausen oft nahe beieinander liegen
  • Sevi, Poetry Slammer aus Leidenschaft, in sich gekehrter Träumer [weil's Leiden schafft] und durch und durch verabsäumender Abräumer [ohne Kraft!]

Genießen Sie rechtzeitig zum Sommeranfang dieses strahlende Closed Air - Festival des Gesprochenen Wortes! Und erleben Sie noch einmal das BLUE SHELL vor Einbau einer Klimaanlage...

Dienstag, 19. Mai 2009

Just cleaning up a few details

»Keiner kann es besser!« - Dieses vollmundige Versprechen lockte am vergangenen Sonntag scharenweise Hörlustige ins BLUE SHELL, so daß im Lauf des Abends die Stimmkarten sogar von der Straße durchs offene Fenster gehalten werden mußten. Nachts zuvor noch hatte die Kölner Kultkneipe ihr dreißigjähriges Bestehen gefeiert und festlich ging es auch beim hauseigenen Poetry Slam zu. Unter dem Jubiläumsmotto NOBODY DOES IT BETTER war es Alexander Bachs Aufgabe den glanzvollsten Nachwuchs-Literatur-Agenten zu ermitteln, der als Jahressieger THE WORD IS NOT ENOUGH bei den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften vertreten wird. Ausgerüstet zwar nicht mit einem goldenen Colt, doch immerhin mit einer goldnenen Schirmmütze, die Thekencrew Julia und Leon als Überraschungs-Gadget vorbereitet hatten, galt es die Stimmkarten für die zwölf besten Slammer der vergangenen Saison zu zählen.

Den Rekord des Abends stellte der dreizehnjährige Fabian Köster auf, der den Abend allerdings außer Konkurrenz eröffnete: 111 gebannte Zuhörer beeindruckte er mit seiner frei vorgetragenen Ballade und er hängte damit die Meßlatte für diesen Abend sehr, sehr hoch. Zu hoch für Mike Godyla, Robert Targan, Christian Gottschalk, Andreas Weber, Paul Haase, Michael Feindler, Patrick Roßkothen und auch für Mario Adam. Sie alle konnten ihm nicht das Wasser reichen und leider auch nicht die Hürde zum Halbfinale nehmen.

Stefan Rosenland kämpfte sich eine Runde weiter, mit stoischer Gelassenheit und seiner anekdotenreichen Erzählung von Epiphytenbäumen und Playmobil-Astronauten - hoch genug trug ihn dies leider nicht.

Jan Coenen trug die Schauermär vor »Von einem, der auszog, das Lernen zu fürchten«, bei der es dem Publikum ehrfurchtsvoll die Sprache verschlug. Doch auch dies war leider nur die Stille vor dem Schuß!

Ins Finale katapultierte sich schließlich Matthias Reuter. Im Halbfinale hatte er kenntnisreich über den Unterschied zwischen Gangstern und Gangstaz referiert und legte nun ein Partygespräch mit Elmar und dessen persönlicher Referentin nach, die ihm mit dem Halbsatz »Typen wie Du...« schlechte Aufstiegschancen bescheinigten. Und leider sollten sie damit Recht behalten, denn...

... keiner konnte es besser als Jan Kai Goldberg! Im Halbfinale hatte er noch den diesjährigen Sommerhit vorweggenommen und mit seinen Weltherrschaftsphantasien Zweifel offengelassen, ob er tatsächlich als Literatur-Agent taugt, oder doch eher als James Bond Schurke. Seine WG-Erzählung von einer Monopoly-Partie mit der Pokémon-süchtigen Marlene zerstreute jedoch alle Bedenken und ließ ihn als strahlenden Gewinner aus diesem Jahresfinale hervorgehen! Und im Herbst »zo Foß no Düsseldorf«...

Um ihn für diese Mission gebührend zu rüsten, hatte die Abteilung Q ein Überlebenspaket zusammengestellt, bestehend aus 200ml Instant-Rotwein, einem Cheeseburger aus der Dose und einem Ratgeber »Alles was man über Düsseldorf wissen muss« - Sämtliche Seiten dieses frechen Breviers entpuppten sich als blanke Notizblätter, doch besser kann man sich wohl nicht vorbereiten auf die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften.

Christian Rüß hat THE WORD IS NOT ENOUGH im Übrigen erneut mit seiner Kamera beschattet - Ein schöner Rückblick und ein Ausblick auf einen Poetry Slam Sommer ohne Pause!

Gentleman-Literatur-Agent Alexander Bach begrüßt das Publikum

Fabian Köster









Stefan Rosenland

Jan Coenen



Ein glücklicher Sieger studiert das Instant-Rotwein-Pulver

The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Mittwoch, 13. Mai 2009

Has Poetry Slam finally met his Match?

Er ist wahrlich ein Wonnemonat, der Mai 2009!

Das BLUE SHELL, Heimat des Poetry Slams THE WORD IS NOT ENOUGH, feiert dieser Tage sein dreißigjähriges Bestehen mit fulminantem Non-Stop-Programm und Jubiläumskölsch zum Sonderpreis von € 1,-

Doch auch THE WORD IS NOT ENOUGH hat etwas zu feiern, denn am Sonntag - zum Abschluß der Jubiläumswoche - steigt das große Poetry Slam - Jahresfinale und es heißt erstmals: NOBODY DOES IT BETTER. Alexander Bach, der Gentleman-Literatur-Agent, begrüßt an diesem Abend die Besten der Besten, wenn die bisherigen Sieger um einen ganz besonderen Preis ringen: Die Qualifikation für die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Düsseldorf!

Ein Abend der Extraklasse, mit den eindrucksvollsten Vorlesern, Freestylern, Kabarettisten, Comedians und Slam Poeten der letzten 14 Monate. Mit von der Partie sind an diesem Abend Mario Adam [Köln], Jan Coenen [Bonn], Michael Feindler [Wuppertal], Mike Godyla [Bonn], Jan Kai Goldberg [Münster], Christian Gottschalk [Köln], Paul Haase [Köln], Matthias Reuter [Oberhausen], Stefan Rosenland [Aachen], Patrick Roßkothen [Moers], Robert Targan [Aachen] und Andreas Weber [Münster].

Doch am Ende wird nur einer übrig bleiben, der mit Recht von sich behaupten kann »Keiner kann es besser«!

For your Eyes only

Vor dem Ausblick auf den kommenden Sonntag gibt es an dieser Stelle ersteinmal einen Rückblick, denn wieder einmal stand THE WORD IS NOT ENOUGH unter Beobachtung! Undercover-Agent Christian Rüß war am 19. April Der Mann mit der Kamera und hat die folgenden Beweisfotos freundlichst zur Verfügung gestellt:

Das BLUE SHELL, 19:59 Uhr

Das BLUE SHELL, 20:00 Uhr

Michail Verskajn

Dorian Steinhoff

Jörg Schepers

Bal Boa

Wulf Wilde

René Deutschmann

Der Koschuh

Robert Targan inmitten des Publikums

The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Montag, 20. April 2009

Game, set and match!

Was für ein Frühlingsanfang! Kaum konnte man am Wochenende das erste Mal seit Wochen und Monaten wieder vor die Tür gehen, da kam man auch schon nicht mehr raus...

... jedenfalls nicht aus dem Staunen, wenn man den Sonntagabend im BLUE SHELL verbracht hatte. Ein aprilfrisches Line-up tauchte die schummrige Kneipe in strahlenden Glanz und insgesamt acht Slammer glänzten mit höchst abwechslungsreichen Vorträgen.

René Deutschmann schaffte es bis ins Halbfinale und bewies einmal mehr, daß sein Platz unter den derzeit eindrucksvollsten Bühnenpoeten ganz weit vorne ist! Mit beeindruckender Lässigkeit reihte er seine Reime aneinander und flirtete sich lyrisch durchs Nachtleben - doch leider nicht bis ins Finale.

Auch Der Koschuh mußte sich geschlagen geben, nachdem er den Frühling im Wesentlichen als Zeit der Heizkostennachzahlung gepriesen und schlußendlich ganz schweres Geschütz aufgefahren hatte: Einen von Adolf vorgetragenen Liebesbrief an seine Eva Braun.

Romantisch und allzuromantisch ging es im finalen Kampf Mann gegen Mann jedoch zunächst auch weiter. Dorian Steinhoff, der schon eine Runde zuvor schillernd schilderte, wie die Sonne der Erotik ihren Tiefststand erreicht, skizzierte einen trüben Morgen danach. Der zweite Platz dürfte ihn selbst vor einem solchen jedoch bewahrt haben.

Monatsbester wurde Robert Targan, der mit seiner grotesken Bewerberstory bei »Wetten, daß...?« zwar keine Saalwette gewann, aber doch die Herzen und Stimmkarten der Zuschauer. Und das neueste Gimmick der Abteilung Q: Einen Kugelschreiber mit integriertem 4GB USB-Stick - inklusive voraufgespielter Geheiminformationen, versteht sich!

Ein Geheimnis sei indessen noch verraten! Der Satz des Abends nämlich kam von Jörg Schepers, der sich leider nach der Vorrunde bereits geschlagen geben mußte: »Lustlos stocherte der allmächtige Dr. Schnick in seinen tausenjährigen Eiern...«

Aber das ist eine andere Geschichte...