Donnerstag, 16. September 2010

Slam and counting

Ein sprachgewaltiges Wochenende steht bevor: In Bielefeld steigt der 3. NRW Slam, gewissermaßen also die Landesjugendspiele des Gesprochenen Wortes, bei dem 40 nordrhein-westfälische Bühnenpoeten um den Meistertitel ringen.

Ein deutlich kleineres, aber nicht weniger feines Starterfeld bietet am Sonntag THE WORD IS NOT ENOUGH, der Poetry Slam im BLUE SHELL!

Ins Rennen gehen diesmal u.a.

  • Robert Targan, der Titelverteidiger, der im Vormonat unter anderem mit existentialistischen Rollenspielen das Publikum ekstatisierte
  • David Grashoff, Gastgeber des unglaublich liebevollen Wuppertaler WORTEX-Poetry-Slams, der zuletzt mit seiner Reminiszenz an eine Sommerliebe in Südfrankreich bleibenden Eindruck hinterlies
  • Nico Walser, der Pantoffel-Punk, dessen »Post-it-Notizen an mich selbst« im Juni noch deutlich haften geblieben sind
  • Osiris Pausch, Rock'n'Roll-Musiker, Pop Art Maler und Schreibender, der am Sonntag auch sein erstes auto-musikographisches Buch »Als die blaue NIRVANA kam« am Start hat


Folgen Sie also dem spannenden Verlauf des Sonntagabends, oder folgen Sie uns nach Bielefeld zum »NRW-Slam 2010«, bei dem THE WORD IS NOT ENOUGH übrigens seinen besten Mann in diese atemberaubende Mission schickt! Sein Name ist Köster. Fabian Köster.

Sollten Sie hingegen das Wochenende komplett in Köln verbringen, soei Ihnen für Sonntagnachmittag noch eine außerhäusliche Veranstaltung ans Herz gelegt:


POETEN GEGEN ANALPHABETISMUS - Eine Aktion für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich »Informationen über Analphabetismus und Hilfestellungen für Betroffene« - macht Station im Kölner Stadtgarten. An der »Sprechecke« performen Poeten umsonst und draußen für einen guten Zweck

POETEN GEGEN ANALPHABETISMUS

Sonntag, der 19. September 2010

Beginn 14:00 Uhr

Sprechecke im Stadtgarten [hinter dem Biergarten] | Venloer Straße / Spichernstraße | 50672 Köln


Vorgucker auf den Slam gefällig? Voilà:



Dienstag, 17. August 2010

Over & out

Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst!

Der Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH ist in der Regel ja schon spannend genug. Filmreif spannend wurde es jedoch diesen Sonntag, als sich im BLUE SHELL der imaginäre Vorhang öffnete und einer der Teilnehmer - ganz Literaturagenten-Jet-Set - noch im Zug saß. Per SMS trafen Meldungen ein von 110 Minuten Verspätung, Unfall mit Personenschaden und schließlich - kurz vor Ende der Vorrunde - das erleichternde »Ich sitze an der Bar«! Ein Auftritt, wie ihn Sean Connery nicht cooler hinbekommen hätte...

Zuvor kämpften sich Jörn Kölling, Christian Gottschalk und Christofer mit f durch die erste Hälfte, bevor in letzter Sekunde JeromeArn die Bühne betrat. Zwar mußte dieser, wie auch seine drei Mitstreiter, sich noch vor der Pause geschlagen geben, doch nutzte er die Gelegenheit, das Publikum ausführlich zu informieren über das Projekt Poeten gegen Analphabetismus, das bereits im September am Nachmittag vor dem nächsten Slam in Köln Station machen wird.

In der Pause deckten alle sich mit Infoflyern ein, hatten dann aber wieder rechtzeitig die Stimmkarten zur Hand. Einer ersten Prüfung unterzogen wurde Peter Heimlich Müller, der mit einem Text aus der Abteilung »Aufgeschnappt und weiterentwickelt« startete und unter anderem Trekking von »Dreck hing...« ableitete. Die große Tour durch den Abend endete für ihn leider im Halbfinale, ebenso wie für Denis Seyfarth, der mit seinem »Was wäre Dir lieber«-Szenario das Publikum vielleicht doch vor eine zu schwierige, weil unappetitliche, Wahl stellte.

So zog also erneut Patrick Salmen ins Finale ein, der seine Raucherclub-Tirade geschickt ins Nachdenkliche kippen ließ, dabei allerdings etwas die Zeit aus den Augen verlor. Mit mehr als einminütiger Zeitüberschreitung mußte er sich dem Punktabzug beugen und ein ohnehin knappes Finale entscheid damit deutlich Robert Targan für sich.

Hatte er im Halbfinale noch das Rollenspiel eines arg bemühten Existentialisten skizziert, begannen sein letzter Text mit den Worten »Er ist tot!«. Es folgte ein ereignisreicher Freitagabend [literarisch], später ein ereignisreicher Sonntagabend [existentialistisch] und dazwischen die Siegerehrung.

In der Hoffnung auf besseres Wetter und zahlreiche Außeneinsätze hatte die Abteilung Q diesmal ein T-Shirt mit aufgedrucktem Smoking bereitgestellt. Ein Outfit, mit dem der frischgekrönte Literaturagent auch stilsicher seine neueste Mission antreten kann: Ab September die Moderation des Satz nach vorn, westlichster und beinahe dienstältester Poetry Slam Deutschlands!

Beweise? Voilà: Wie immer aufgenommen von Christian Rüß.

Jörn Kölling

Christian Gottschalk

Christofer mit f

JeromeArn

Peter Heimlich Müller

Denis Seyfarth

Patrick Salmen

Robert Targan


The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Mittwoch, 11. August 2010

We have all the Slam in the World

Lassen Sie sich am Sonntag eines Besseren belehren, wenn Sie glauben, der Sommer in diesem Jahr habe nur Schauer zu bieten: Hörer und vor allem Leser warten im BLUE SHELL auf Sie, um im Rahmen des Poetry Slams THE WORD IS NOT ENOUGH auf Sie niederzuprasseln!

Von Berieselung kann indes keine Rede sein, wenn der Abend erneut hochkarätig besetzt ist, u.a. mit

  • Patrick Salmen, Titelverteidiger aus dem Vormonat, der mit scharfzüngigen Humoresken über das Rauchen und das Barttragen begeisterte
  • Christian Gottschalk, der flotte Glossenschreiber mit »20 Jahren Kompetenz in Blech«, der seit neuestem in »Lesung mit Tonbeispielen« macht
  • Denis Seyfarth, Gastgeber des befreundeten Pretty Poetry Slam in Düsseldorf, dessen Texte mitunter so dreckig sind, daß es sich gewaschen hat
  • Robert Targan, der zuletzt im Februar mit dem bewegenden »Oh Mandy« dem tumben Neuzeit-Gör ein Denkmal setzte

Eventuelle Gewitterwolken vertreibt man im klimatisierten BLUE SHELL spätestens bei der anschließenden Happy Hour mit allen Getränken - außer Bier - zum halben Preis...

Vorgucker gefällig?

Voilà:

Dienstag, 20. Juli 2010

This is my second Life

Der Kölner Szene-Club BLUE SHELL war am vergangenen Sonntag einmal mehr der Hotspot dieser Stadt! Dank Klimaanlage wurden die sommerlichen Temperaturen erträglich runtergekühlt. Dank eines großartigen Starterfeldes beim Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH gab es im BLUE SHELL eine drahtlose Direktverbindung zu megaherzallerliebster Prosa und Poesie.

Den Auftakt machten Lars Röcher, Bastian Geiken und Marlon Maurer, die sich jedoch leider an der Firewall zum Halbfinale verabschieden mußten. Dank Punktegleichstand gelang diesmal fünf statt vier Autoren der Sprung in die nächste Runde.

Mags Treanor performte eine Simultanübersetzung ihres eigenen - ursprünglich englischen - Textes, einer scharfzüngigen Abrechnung mit dummen Tussen, oder wie die Irin sagt: »You Bitches!«

David Meiländer holte die zurückliegende WM noch einmal zurück ins Kwartier Latäng, mit seiner feinen, um nicht zu sagen spitzen Beobachtung zum Thema Fußball und Integration.

Martin Vincent schließlich schilderte eine Sternstunde auf einer Geburtsstation und die Qual der Wahl.

Letztere fiel auch dem Publikum nicht leicht. Die geübten Augen des Gentleman-Literatur-Agenten und seiner bezaubernden Assistentin Julia konnten jedoch punktemäßig zwei Kandidaten fürs Finale ausmachen, die sich noch einmal heiße Wortgefechte lieferten.

Stefan Rosenland philosophierte über Dinge, die nerven, konkret: Über den Buffer-Underrun im gemeinen Klorollenhalter, kam dabei von Hölzchen auf Stöckchen und verlor, wenn nicht den Halt, so zumindest das Publikum, die ihren Sieger kurz darauf kürten:

Patrick Salmen, der in zwei Runden mit scharfzüngigen Humoresken über das Rauchen und das Barttragen begeisterte und im Finale schließlich eine 180-Grad-Drehung machte mit seinem Bekenntnis zu Nachdenklichem und Ernsten.

360-Grad wurde dieser heiße Abend beobachtet von Christian Rüß, der auch das obligarorische Sieges-Gadget aus der Abteilung Q dokumentierte: Ein frisches Shirt für Patrick Salmen mit integriertem - weil aufgedrucktem - Revolver für in den Hosenbund.

Lars Röcher

Bastian Geiken

Marlon Maurer

Mags Treanor

David Meiländer

Martin Vincent

Stefan Rosenland

Patrick Salmen


The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Dienstag, 13. Juli 2010

A Drop in the Ocean

Heiße Wortgefechte, coole Klimaanlage und die bezauberndsten Assistentinen des Showgeschäfts - Das alles bietet nur THE WORD IS NOT ENOUGH, der Poetry Slam im BLUE SHELL!

Und das auch in diesem Jahr sommerpausenlos!

Kommenden Sonntag lohnt es sich, das Strandtuch frühzeitig einzurollen und statt dessen zum Muschelsuchen überzugehen. Im BLUE SHELL schlagen erneut acht Autoren verbale Wellen, darunter u.a.:

  • David Meiländer, der Titelverteidiger, der mit seiner Erzählung von Leibesvisitationen am Flughafen bereits im Vormonat Urlaubsstimmung verbreitet hat
  • Mags Treanor, Schriftstellerin, Performance Poetin und MC des »Loose Lips« Story Slam in Galway, Irland
  • Michael Heide, Resident Poet, der das Publikum zuletzt im April mit einem digitalen Rap auf Nullen und Einsen begeisterte
  • Patrick Salmen, Wuppertaler Slam Poet, der die Schwebebahnstadt auch beim diesjährigen NRW-Slam vertritt [und Düsseldorf bei den deutschsprachigen Meisterschaften]
Packen Sie also die Badehose wieder ein, vergessen Sie den Farbfilm und genießen Sie den abendlichen Kurzurlaub im BLUE SHELL - inklusive anschließender Happy Hour mit Cocktails [und allem anderen außer Bier] zum halben Preis ;o)

Vorgucker gefällig?

Voilà:


Dienstag, 22. Juni 2010

Don't flatter yourself. What I did this Evening was for Queen and Country.

So mancher hat davon geträumt: Eine Vorrunde ohne Vuvuzela-Getröte! Im BLUE SHELL wurde dieser Traum am vergangenen Sonntag Wirklichkeit, beim Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH.

Während die Nationalmannschaften Brasiliens und der Elfenbeinküste im winterlichen Südafrika über den Rasen rasten, kickten acht Wortakrobaten ihre verbalen Flanken in weit offene Ohren. Als Erstes liefen Jens Krüger, Matthias van Bebber, Lars Röcher und Matze Klaß aufs Feld und vollführten vor den Augen des Unparteiischen ihre Freisprechstöße. Leider reichte ihre Kunstfertigkeit nur für die erste Halbzeit.

Als nach der Pause wieder angepfiffen wurde, stürmte zunächst Cathérine de la Roche nach vorn, mit einer zunächst zurückhaltenden, doch schließlich eindeutigen Liebeserklärung. Karsten Strack kam aus der Tiefe des Raumes hinzu und schickte in die Tiefe der Zeit einen Brief an seine Nichte Paula, in sechzehn Jahren zu lesen und gespickt mit allerhand Details aus dem Alltag des vorsintflutlichen Jahres 2010.

Die Sturmspitze des Abends führte indes Nico Walser an, der diesen gedanklichen Paß im Finale geschickt aufnahm mit post-it-Notizen an sich selbst, für den Fall, daß er sein Leben noch einmal leben müßte. Der Hinweis auf haarsträubende Namen von Friseursalons durfte darin natürlich nicht fehlen, so auf den hannoveraner Locken Puff.

Der Spielmacher hieß jedoch David Meiländer, der das Finale für sich entscheiden konnte mit einem aufschlußreichen Schwank aus seinem bewegten Jet-Set-Leben. Nacktscanner am Flughafen brachten ihn in Schwulitäten und schließlich aufs Siegertreppchen.

Um ihn für künftige Missionen bestens ausgerüstet zu wissen, hatte die Abteilung Q wieder ein ganz besonderes Gadget entwickelt: Ein Set Notizbücher nämlich in Form und Aussehen von Reisepässen, für die Vereinigten Staaten von Amerika, für Rußland, Kuba und das Vereinigte Königreich. Sichtvermerke über seinen Aufenthalt im BLUE SHELL wurden auf der anschließenden After-Show-Party ausgestellt, an der die Zollbeamten aller Länder ihre helle Freude gehabt hätten.

Die zugehörigen Paßfotos schoß wieder einmal Christian Rüß:

Donnerstag, 17. Juni 2010

Kiss Kiss Slam Slam

»Die Vorrunde«, so hört man dieser Tage oft, »zieht sich ja ganz schön hin!«

Sie mögen es etwas rasanter? Kein Problem! Am kommenden Sonntag haben Sie Gelegenheit in knapp zwei Stunden Vorrunde, Halbfinale und Finale zu erleben, wenn im BLUE SHELL Kick-off ist für den traditionellen Wortsport THE WORD IS NOT ENOUGH.

Ein spannendes Team läuft auf zum Poetry Slam am Sonntagabend, darunter unter anderem

  • Nico Walser, der Pantoffel-Punk, der zuletzt eindrucksvoll von einem Freund erzählte, der Anfang der 90er ausländische Porno-Drehbücher ins Deutsche übersetzt hat. Auf neueste Enthüllungen darf man gespannt sein!
  • Karsten Strack, geistiger Vater des Lektora-Verlag, der Poetry Slam und andere gute Töne verlegt und hier einmal mit eigenen Texten vertreten ist.
  • Lars Röcher, Resident Poet im Blue Shell, der ein Blatt höchstens zum Ablesen vor den Mund nimmt und einmal mehr mit ernsten Texten antreten wird.
  • Matthias van Bebber, sprachgewandter Autor, der im vorigen Sommer mit einer Satire Eindruck hinterließ, jedoch genauso Gedichte und Geschichten im Gepäck hat.

Schlagen Sie also für diese und andere Performer Laola-Wellen im vollklimatisierten Stadion zur blauen Muschel und genießen Sie ein Sommermärchen direkt von den Erzeugern! Üben Sie Fangesänge, trainieren Sie auf Ihrer Hornissen-Lockflöte und lassen Sie sich den Anpfiff am Sonntag um 20:30 Uhr nicht entgehen...

Brasilien, oder Elfenbeinküste - Hauptsache Poetry Slam!

Vorgucker gefällig?

Voilà: