Dienstag, 18. Mai 2010

Golden Words he will pour in your Ear

Die Landesregierung hat allen Grund neidisch zu sein!

Die Wahlbeteiligung war äußerst eindrucksvoll am vergangenen Sonntag im BLUE SHELL! Kein Wunder, ging es doch um nichts geringeres als die Qualifikation für die Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften im Ruhrgebiet! Das Motto des Abends war dementsprechend denn auch einmal mehr NOBODY DOES IS BETTER.

Die besten ABC-Schützen der Saison waren rekrutiert worden, um sich beim Jahresfinale des Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH noch einmal zu messen. Und bei einem derart brisanten Zusammentreffen galt natürlich Sicherheitsstufe I im BLUE SHELL! Zur Verstärkung holte der Gentleman-Literatur-Agent sich den Austin Powers unter den bezaubernden Assistenten auf die Bühne, und ins Rahmenprogramm gleich zwei eiskalte [sprich: coole] Literaturagenten aus dem befreundeten Ausland.

Den Auftakt machte Jurek Malottke, frischgekürter Kiezmeister des Düsseldorfer Pretty Poetry Slam, der das Programm eröffnete mit einer dramtischen Gangstergroteske, in der Carlito bereits den Weg wies für den weiteren Verlauf des Abends.

In der Vorrunde begeisterten Goldschläger und Julia Roth das Publikum, mußten sich jedoch mit einem Kurzauftritt begnügen und den Rest des Abends als Zuschauer genießen.

Und was für ein Genuß das war! Nach der Pause genehmigte man sich zunächst kollektiv einen guten Bordeaux, den französischen Slam Poeten Maras nämlich, der als OSS 117 des Gesprochenen Wortes die Herzen und Hörgänge nicht nur der Damen eroberte. Tatkräftig unterstützt durch Quichottes Beatboxen, feuert er den Zuhörern noch eine gewaltigen Freestyle um die Ohren, bevor es ins Halbfinale ging.

Dort skizzierte zunächst Fabian Köster seine Lebensträume, dicht gefolgt von einer weiteren Episode aus den Memoiren des Quichotte, d.h. seines literarischen Alter Egos Jonny Beton.

Im Finale demonstrierte Theresa Hahl einmal mehr, daß niemand die Welt mit ihren Augen sieht, ließ die Zuschauer aber erneut eindrucksvoll an genau dieser Perspektive teilhaben.

Jens Krueger schließlich war die Weltsicht nicht genug, er schilderte den Aufbruch zu einer Polarexpedition, in klassischer Abenteuermanier Richtung Westen. Ein Umweg möglicherweise, aber einer der letztlich doch aufs Siegerpodest führte.

Als Embedded Agent wird Jens Krueger THE WORD IS NOT ENOUGH im Herbst bei den Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften vertreten! Klar, daß er für diese aufregende Mission von der Abteilung Q entsprechend ausgerüstet werden sollte. Damit er bei diesem aufregenden Leben im exotischen Ruhrgebiet den Gürtel nicht enger schnallen muß, bekam er einen Ledergürtel mit versteckten Tresorfach auf den Weg, gefüllt mit harter Währung zur Bestechung feindlicher Juroren, oder für den ein oder anderen After-Show-Martini.

Bundweite 105 war dem Jahreschampion zwar etwas zu weit, doch er gelobte sportlich: Da werde ich noch reinwachsen...

Über sich hinaus wuchsen dann alle noch bei der anschließenden After-Show-Party in der frischeröffneten BLUE SHELL Bar, die in Zukunft zum zünftigen Ausklang einlädt. Maras beatboxte erneut, Theresa Hahl rappte ihre poetischen Texte und Quichotte, Julia Roth und der Gentleman-Literatur-Agent kalauerten sich um Kopf und Kragen...

Zu dem Zeitpunkt hatte die Kamera schon freundlichst abgeblendet. Eiskalt draufgehalten hatte den ganzen Abend über wie immer unser Scharfschütze Rüß. Christian Rüß.

Jurek Malottke

Maras

Goldschläger

Julia Roth

Fabian Köster

Quichotte

Theresa Hahl

Jens Krueger

The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Mittwoch, 12. Mai 2010

Slammer Galore's Flying Circus

Kommenden Sonntag heißt es wieder einmal NOBODY DOES IS BETTER, statt THE WORD IS NOT ENOUGH! Alexander Bach begrüßt im BLUE SHELL zum großen Poetry Slam - Jahresfinale die Besten der Besten, die an diesem Abend um einen ganz besonderen Preis ringen: Die Qualifikation für die Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften im Ruhrgebiet!

Ein Abend der Extraklasse, mit den eindrucksvollsten Vorlesern, Freestylern, Kabarettisten, Comedians und Slam Poeten der letzten 11 Monate. Mit von der Partie sind an diesem Abend der dreifache Publikumsliebling Quichotte [Köln], Dirk aus Köln [Köln], Markus Freise [Bielefeld], Goldschläger [Aachen], Theresa Hahl [Berlin], Fabian Köster [Köln], Jens Krueger [Aachen], Ingo Nordmann [Bonn] und Julia Roth [Köln].

Doch am Ende wird nur einer übrig bleiben, der mit Recht von sich behaupten kann »Keiner kann es besser«!

Zudem gibt es noch etwas zu feiern: Nach über 8 Monaten ist es soweit, das BLUE SHELL öffnet seine Pforten und erstahlt in neuem Glanz! Zu diesem doppelt besonderen Anlaß gibt es am 16. Mai das Kölsch für € 1,-

Auf einen grandiosen Slam also, und eine rauschende After-Show-Party!

Vorgucker gefällig?

Voilà:

Dienstag, 20. April 2010

Yes, she had her Kicks

Bombenstimmung im BLUE SHELL!

Während draußen bereits die Bäume ausschlugen, schlugen drinnen zahlreiche Zuhörer auf, um zu hören wie die Worte von acht Autoren auf der Slam-Bühne von THE WORD IS NOT ENOUGH sich entfalten. In der Vorrunde blühten zunächst Axel Gundlach, Sarah Biesenbach, Lars Röcher und Roberta Roxanne auf, wurden jedoch überschattet von Vieren, denen der Einzug ins Halbfinale gelang.

Michael Heide entwurzelte auf der Bühne zunächst die Mikrofonständer, um sie sich für eine zweistimmige Performance zurecht zu rücken: Einen digitalen Rap, an dem auch Literatur-Agenten Gefallen finden müssen, lautet doch der Refrain 001 100 011.

Elena Anais blieb analog und ließ ihren Gefühlen freien Lauf in einem vermutlich handgeschriebenen Brief: Liebes Geld...

Das Publikum, von Frühlingsgefühlen schon hinreichend in Wallung gebracht, wollte es an diesem Abend jedoch handfester, um nicht zu sagen körperlicher. Bastian Reichardt startete im Finale mit dem Versuch, den ultimativen Slam-Text, den Text, der so rockt, daß die Bedienung auf der Theke tanzt, zu präsentieren. Und auch wenn manche sich gefragt haben mochten Wo ist denn da die Message!?, ein Superlativ ist ihm gelungen. Für die einen war es eine verbale Praline, für die anderen der längste Penis der Welt, den Bastian Reichardt vor den geistigen Augen der Zuschauer entstehen ließ.

Minimalistischer, aber nicht minder wirkungsvoll ging es im Text von Julia Roth zu, der im wahrsten Sinne des Wortes final war. Die radikalen Eingriffe plastischer Chirurgie ließen von ihrer Erzählerin am Ende nur noch Herz und Hirn übrig. Immerhin.

Gemeinsam mit seiner bezaubernden und ebenso lasziven Assistentin David Meiländer zählte der Gentleman-Literatur-Agent im Anschluß die Stimmkarten und ließ schließlich die Bombe platzen:

Julia Roth war die strahlende Siegerin des Abends und wird nächsten Monat beim Jahresfinale NOBODY DOES IT BETTER erneut auf der Bühne stehen.

Um Licht ins Dunkel weiterer bombastischer Texte zu bringen, gab es noch einen Teelichthalter mit auf den Weg, den die Abteilung Q in eine Bombe eingebaut hatte. Ein Ende also mit Knalleffekt...

Undercover-Agenten tummelten sich übrigens an diesem Abend gleich mehrfach im Publikum. So wurde der Abend nicht nur gewohnt routiniert beobachtet von Christian Rüß, sondern auch von Georg von Westphalen, der mit einer im Schuh versteckten Kamera und im Handstand das Finale gefilmt hat:



Axel Gundlach

Sarah Biesenbach

Lars Röcher

Roberta Roxanne

Michael Heide

Elena Anais

Bastian Reichardt

Julia Roth

Das beinahe vollständige Ensemble


The End...

But THE WORD IS NOT ENOUGH will return!

Freitag, 16. April 2010

Training is useful, but there is no Substitute for Experience

Es gibt Wochenenden, an denen kann man sich nicht entscheiden.

Das Bevorstehende macht es da besonders leicht, am Samstag ist das traditionelle Ehrenfelder Kneipenhopping in über 30 Bars, Kneipen und Kulturlocations. Wer auch am Sonntag Entscheidungen fällen will, hat dazu Gelegenheit beim Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH im BLUE SHELL. Denn wie jeden dritten Sonntag im Monat warten acht Autoren darauf, vom Publikum durch Vorrunde und Halbfinale ins Finale gewunken und schließlich zum Besten gekürt zu werden.

Um Ihre Gunst ringen unter anderem:

  • Bastian Reichardt, Gastgeber des verruchten Sex, Drugs and Poetry-Slams und geistiger Vater des ebenso verruchten Romans »Underdog«
  • Julia Roth, deren ausschweifende Drogenvisionen schon manch hartnäckigen Lachflash ausgelöst haben
  • Michael Heide, unser Mann in Berlin, der seinem Homeslam mal wieder einen Besuch abstattet, vermutlich mit gewohnt intensiver Performance
  • Denis Seyfarth, Gastgeber des befreundeten Düsseldorfer Pretty Poetry Slam, dessen Texte sich ebenfalls gewaschen haben

Wenn Sie wissen wollen, wo der Hase langläuft, hoppen Sie doch am Sonntag ins BLUE SHELL...

Vorgucker gefällig?

Voilà:

Mittwoch, 24. März 2010

Under the Mango Tree

Das war mal wieder eine explosive Mischung!

Während draußen trotz Frühlingsanfang die ersten Knospen noch geschlossen blieben, trieb der Poetry Slam im BLUE SHELL gewohnt farbenfrohe Blüten, diesmal bis in den Zuschauerraum hinein. Die Aufforderung Freiwillige vor!, mit der der Gentleman-Literatur-Agent um eine bezaubernde Assistentin warb, bekam tatkräftige Unterstützung durch einen jungen Mann aus der dritten Reihe, der kurzerhand seine charmante Begleitung nach vorne schubste. Natürlich bleibt ein derart burschikoses Verhalten, sei es auch noch so gut gemeint, nicht ungestraft und so fand er sich kurz darauf selbst als Assistentin auf der Bühne wieder. In Damenbegleitung, versteht sich.

Und dann fing der Frühling an.

In der Vorrunde entfalteten sich und ihre Manuskripte zunächst Armin Bings, Gunther von der Weiden, David Meiländer und Michail Verskajn.

Vier weitere Slammer konnten dann im Halbfinale noch einmal richtig aufblühen. Sara Kritzler schlug mit einem Brief an eine Freundin leise Töne an und auch Titelverteidiger Goldschläger bot eine nachdenkliche Nocturne mit dem Titel Dachnacht.

Laut und deutlich wurde es schließlich im Finale. Dirk aus Köln trat augenzwinkernd in die Endrunde, mit den Worten: Meinen 2. Platz möchte ich gerne folgendermaßen einleiten... Kampflos geschlagen gab er sich indessen nicht, mit eindrucksvollem Ernst skandierte er wiederholt: Das - ist - nicht - lustig!

Quichotte hingegen wendete das Blatt und ließ die Zuhörer frühlingshaft jauchzen und frohlocken, als er ein weiteres Mal vorlas Aus den Memoiren Jonny Betons, des buntesten Schwarzmalers seiner Zeit: Ein - sagen wir: zwiespältiges Vergnügen mit dem Titel Wir waren mal schizophren...

Das Publikum indessen war sich einige und kürte Quichotte zum inzwischen dritten Mal in dieser Saison zum Sieger.

Und die Abteilung Q rüstete den Gewinner aus für seine nächste Mission: Die Uhrenumstellung auf Sommerzeit am kommenden Wochenende. Und zwar mit einem digitalen Wecker, der als Zünder an drei Dynamitstangen angebracht ist.

Eine explosive Mischung, in der Tat!

Und tatkräftig dokumentiert von Christian Rüß:

Mittwoch, 17. März 2010

Jump up!

Wie die Zeit vergeht...

Schon steht der Frühling vor der Tür, bald werden die Uhren umgestellt und »Zack!« ist das Jahr auch schon wieder halb rum! Also schnell noch einmal ins BLUE SHELL zum Poetry Slam THE WORD IS NOT ENOUGH, der sich auf die Frühlingsgefühlsäußerungen von acht Wortartisten freut, darunter unter anderem:

  • Goldschläger, der Titelverteidiger aus dem Vormonat, der mit seiner wortgewaltigen Apokalypse bleibenden Eindruck hinterlassen hat
  • Cathérine de la Roche, die Songwriterin, deren Stimme ohne Gitarre mindestens genauso packend ist, wie mit Musikbegleitung
  • David Meiländer, der amtierende dreckigste Slammer Deutschlands, der im Vormonat den Bonner »Sex, Drugs and Poetry«-Slam souverän gewonnen hat
  • Gunther von der Weiden, der Sänger von »Ranschleim«, der bösesten Band der Welt

Seien Sie also am Sonntag dabei und erleben Sie einmal mehr hautnah, wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert...